28. Januar 2026
2026 bringt für Immobilieneigentümer und Vermieter wichtige Änderungen rund um Energieeffizienz, Heiztechnik, Energiekosten, gesetzliche Pflichten und Förderungen. Energie wird nicht nur teurer – sie ist zum zentralen Faktor für Vermietbarkeit, Wert und Nachhaltigkeit deines Objekts geworden. In diesem Beitrag erklären wir dir: ✅ Welche Regeln 2026 bereits gelten ✅ Was geplant ist und noch kommen kann ✅ Welche Kosten und Förderungen wichtig sind ✅ Ob es ein Grund zum Verkaufen sein könnte 1. Energiepreise & CO₂-Kosten – Belastung oder Chance? Bereits beschlossen: CO₂-Preisanstieg 2026 Der Preis für CO₂-Emissionen im deutschen Brennstoff-Emissionshandel (BEHG) steigt 2026 auf eine Spanne von 55–65 € pro Tonne CO₂. Das betrifft vor allem Heizung und Warmwasser in Gebäuden, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. 👉 Wichtig für Vermieter: Ein Teil dieser Kosten kann über die Betriebskostenabrechnung (Nebenkosten) auf Mieter umgelegt werden. Die genaue Höhe richtet sich nach dem energetischen Zustand deiner Immobilie. 2. Gebäudeenergiegesetz (GEG) – Beschlossen und in Kraft 65 % Erneuerbare Energien bei neuen Heizungen Schon seit einigen Jahren gilt: Wenn du eine Heizung austauschst, muss sie ab 2024 zu mindestens 65 % aus erneuerbaren Energiequellen bestehen. Das betrifft z. B. Wärmepumpen, Solarthermie oder Biomasse. Für bestehende Gebäude gelten Übergangsfristen, die je nach Kommune variieren. 👉 Praxis für 2026: • In größeren Städten (ab 100.000 Einwohnern) gilt diese Pflicht bereits verbindlich ab 30. Juni 2026. Kleinere Kommunen folgen meist bis 30. Juni 2028. • Bestehende funktionierende Öl- oder Gasheizungen dürfen weiter betrieben werden, müssen aber bei Austausch erneuerbare Anteile aufweisen. 3. EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) – Was geplant ist Die neue EU-Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden (EPBD) soll bis Mai 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden. Reguliert werden u. a.: ⭐ Einheitliche Energieausweise mit klaren Effizienzklassen ⭐ Schrittweise Sanierungspflichten für energetische Schwachstellen ⭐ Pflicht zur Installation von Solaranlagen auf Neubauten und schrittweise auch auf Bestandsgebäuden Deutschland steht unter Zeitdruck, diese Richtlinie umzusetzen, weil sie sonst nicht mehr gültig wird. 👉 Ab spätestens 2026/2027 könnte es strengere energetische Anforderungen im nationalen Energiegesetz geben. 4. Wärmeplanung & kommunale Verpflichtungen Parallel zum GEG müssen Kommunen Wärmepläne erstellen, die festlegen, wie die Wärmeversorgung in ihrer Region bis 2028 oder 2030 klimaneutral wird. 👉 Für dich als Eigentümer heißt das: Wenn deine Kommune Wärmenetz- oder Wasserstoff-Pläne veröffentlicht, kann das Einfluss auf die erlaubten Heiztechnologien und Pflicht-Modernisierungen haben. 5. Intelligente Messsysteme (Smart Meter) – Pflicht bis 2026/27 Intelligente Strom- und Energiewärmzähler werden für bestimmte Verbrauchergruppen verpflichtend eingeführt. Dazu zählen z. B.: ✔ Haushalte mit hohem Stromverbrauch (> 6.000 kWh) ✔ Anlagen wie PV-Anlagen, Wärmepumpen oder E-Mobilitätseinrichtungen Solche Systeme erleichtern die Nutzung günstiger, dynamischer Tarife und erhöhen die Transparenz der Energienutzung. 6. Förderung für energetische Sanierungen – Was du jetzt wissen musst Bestehende Förderprogramme ☑ Zuschüsse für erneuerbare Heizsysteme (z. B. Wärmepumpe) über KfW & BAFA ☑ „Klimaschutz-Bonus“ bei besonders effizienten Installationen ☑ Zuschüsse bis ca. 70 % der Investitionskosten möglich – abhängig von Maßnahme und Zeitpunkt 👉 Tipp: Fördergelder werden 2026 neu strukturiert. Für dich als Vermieter lohnt es sich, frühzeitig zu planen, weil die Förderlandschaft dynamisch ist und Anträge vor Beginn der Bauarbeiten gestellt werden müssen. 7. Kostenplanung – Was auf Eigentümer zukommen kann Bereits spürbar 2026 🔸 Steigende Heizkosten durch CO₂-Preis 🔸 Pflicht zu smarten Messsystemen 🔸 Eventuelle Pflicht zur Fernablesung von Heizkosten in Mehrfamilienhäusern In Aussicht (Geplant / EPBD) 🔹 Energieausweiserweiterung bei Gebäuden 🔹 Pflicht zu Solaranlagen auf Neubauten (später auch Bestand) 🔹 Strengere energetische Sanierungsstandards Kostenrahmen: • Heizungstausch (z. B. Öl/Gas → Wärmepumpe): meist 10.000 – 30.000 € im Bestand • Solar + Speicher: je nach Anlage 5.000 – 20.000 € • Dämmung Upgrades: stark abhängig von Gebäude (10.000 – 100.000 €+) – aber wert- und mietsteigernd 👉 Wichtig: Diese Kosten können sich langfristig durch gesteigerte Attraktivität, höhere Miete und geringere Betriebskosten auszahlen. 8. Solltest du jetzt verkaufen? Wann macht ein Verkauf Sinn? Eine pauschale Antwort gibt es nicht – aber einige Faustregeln: 📍 Objekte mit schlechter Energieeffizienz (z. B. E- oder F-Energieausweis) können weniger attraktiv sein und Sinkende Preise sehen, weil hohe Modernisierungskosten drohen. 📍 Objekte mit guter Energieeffizienz oder bereits erneuerter Heiztechnik sind attraktiv und zukunftssicher – besonders in Regionen wie Schorndorf oder dem Rems-Murr-Kreis, wo Wohnraum begehrt ist. 📍 Wenn du starke Modernisierungspflichten oder hohe Kosten erwartest, kann ein Verkauf vor größeren Gesetzesänderungen sinnvoll sein. Eine genaue Analyse lohnt sich daher immer – z. B. mit einem lokalen Makler oder Energieberater. Energie 2026 – Herausforderung & Chance zugleich 2026 ist ein Schlüsseljahr für Energie, Immobilien und Vermieter. Die gesetzliche Landschaft ändert sich – mit einer klaren Richtung: effizienter, erneuerbarer, transparenter. ✔ Viele Vorschriften sind bereits beschlossen ✔ Andere kommen durch EU-Vorgaben noch hinzu ✔ Fördermittel kannst du jetzt nutzen ✔ Strategisch gut aufgestellte Immobilien bleiben wertstabil Gerade für Vermieter in Schorndorf, Waiblingen, Weinstadt, Winterbach, Remshalden und im Rems-Murr-Kreis gilt: Früh planen lohnt sich, sowohl für die Vermietbarkeit als auch für den Wert deiner Immobilie.